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In Vietnam werden aidskranke Kinder
häufig ausgegrenzt und diskriminiert.
Trotz verschiedener Aufklärungskampagnen gibt es nach wie vor eine
weitverbreitete Unwissenheit über die Übertragungswege der HIV Infektion.
Viele
Menschen glauben, daß bereits ein Händedruck das Virus übertragen kann.
Experten
schätzen, daß es aus diesen
Gründen über 80% der aidskranken Kindern
Sin Vietnam verwehrt wird, eine Schule zu besuchen. Die Eltern der
gesunden Kinder zwingen die Schulleitung,
die aidskranken Kinder von der Schule
zu verweisen.
Ohne
die moderne antiretrovirale Therapie (ART)
können aidskranke Kinder in der Regel
nicht älter als acht bis zehn Jahre
werden.
Aus
Angst vor Anfeindungen und sozialer Ausgrenzung
verheimlichen viele Familien die Aids-Erkrankung
ihrer Kinder. Dies führt dazu,
daß die meisten aidskranken Kinder
in Vietnam keinen Zugang zur antiretroviralen
Therapie haben und vor Erreichen des 10.
Lebensjahres sterben.
Ein
wichtiger Ansatzpunkt der Hilfsorganisationen
ist verstärkte Aufklärungsarbeit
zum Abbau von unbegründeten Ängsten
und Vorurteilen.
Die meisten Kinder
werden bereits während der Schwangerschaft
mit
dem HIV-Virus infiziert. Deshalb bemühen
sich Hilfsorganisationen heute verstärkt,
einen Beitrag zur Vermeidung der Übertragung
des HIV-Virus von der Mutter auf das Kind
zu leisten.
Die
Zahl
der aidskranken Kinder in Vietnam kann nur geschätzt werden. Im Jahr 2007 waren
gemäß einer vietnamesischen Studie 3.700 Kinder unter 13 Jahren
sowie 14.500 Jugendliche zwischen 14 und
19 Jahren an Aids erkrankt.
Über
130.000 Kinder und Jugendliche benötigen
dringend Hilfe, da ein Elternteil bzw.
beide Elternteile an den Folgen einer HIV-Infektion
verstorben sind. Viele
der Aidswaisen leben bei den Großeltern in großer Armut.
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