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        Bildungssystem in Vietnam

 

Vietnam gehört zu den Ländern, in denen Bildung eine große Rolle spielt.
Das nationale allgemeine Bildungssystem umfasst einheitlich zwölf Schuljahre.

1. Schulbildung

Das allgemeine Schulsystem gliedert sich in Vietnam in drei Stufen.
Als Vorschule wird der Kindergarten genutzt. Der Besuch ist freiwillig. Der Besuch des Kindergartens ist für die
Eltern kostenpflichtig. Die Höhe des Kostenbeitrages ist unterschiedlich.

a ) Die Primarstufe

Die Grundschule besteht aus  fünf Schuljahren. Der Eintrittsalter der Schüler ist das 6. Lebensjahr. Das Schuljahr, das aus zwei Halbjahren besteht, beginnt jährlich Anfang September und endet Ende Mai.
Die Grundschule soll die grundlegenden Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln. Ebenfalls sollen Kenntnisse der Natur- und Heimatkunde sowie Regeln des Zusammenlebens in der Gesellschaft vermittelt werden.
Hierzu gehört auch die Achtung der gesellschaftliche Hierarchie.
Nach der 5. Klasse
wird eine Übergangsprüfung zu weiterführenden
  Schulen durchgeführt.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


b) Sekundarstufe 1

Nach Abschluss der Grundschule und mit bestandener schriftlicher  Übergangsprüfung steht den Schülern der Weg in die Mittelschule (Sekundarstufe 1) offen.
Die Sekundarstufe 1 beginnt mit der 6. Klasse bzw. dem 11. Lebensjahr und besteht aus 4 Schuljahren, bis zur 10. Klasse.

Neben diesem Bildungsgang, der in erster Linie theoretisches Wissen vermittelt, gibt es einen zweiten Weg der beruflichen Bildung über die berufsbildenden Schulen mit Abschluß ohne Abitur.

Für den Besuch der berufsbildenden Schule muss ein Jugendlicher das  Mindestalter von
13 Jahren erreicht haben, um einen Ausbildungsvertrag abschließen zu können.
Für das Eingehen eines regulären Arbeitsvertrages ist ein Mindestalter von 15 Jahren vorgeschrieben.

Bei beiden Wegen kann der Schüler am Ende der Ausbildungsstufe eine schriftliche Übergangsprüfung ablegen, mit deren Bestehen die weiterführende Schule der Sekundarstufe II besucht werden kann.
 

 


c)  Sekundarstufe II

 

Beim Besuch der Oberschule (Sekundarstufe 2)
und einer Schulzeit von drei
  Jahren kann ein Jugendlicher nach bestandener schriftlicher Prüfung seine Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen fortsetzen.

 

2. Universität und Weiterbildung

 


Im Bereich der Weiterbildung gibt es unterschiedliche Angebote.
Während die Vollzeitstudiengänge an den Universitäten (dai hoc) vier bis sechs Jahre in Anspruch nehmen, beläuft sich die Dauer des Studiums an Fachhochschulen (cao dang) auf drei Jahre.

Die Universitäten und Fachhochschulen bieten Aufbaukurse, Fachstudiengänge in Teilzeitform und im Abendstudium an. Großen Zulauf haben die Teilzeitstudiengänge und Abendstudiengänge, da sie gleiches Fachwissen vermitteln wie die Vollstudiengänge, dabei jedoch gleichzeitig den Einstieg in die berufliche Tätigkeit ermöglichen. Auch werden diese Studiengänge gerne als zusätzliches Zweitstudium genutzt.

 

 

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