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Am
24. Oktober 2010 besuchte unsere Gruppe
das Hope-Waisenhaus
in der Nähe von Hanoi/Vietnam. Dieses
Mal bestand unsere Besuchergruppe aus ehrenamtlichen
Projekthelferinnen und Projekthelfern, sowie
aus Personen, die unsere Hilfstätigkeit
regelmäßig mit Spenden unterstützen.
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Wie
bei unseren vorherigen Besuchen haben wir
auch dieses Mal viele Geschenke für
die Kinder mitgebracht. Die Geschenke, u.a.
Bücher, Bücherregale, Bastelmaterialien,
Kleidung, Spielsachen, Lernmaterialien und
Nahrungsmittel wurden von den Kindern mit
großer Freude entgegengenommen.
Frau
Phuong, die Leiterin des Waisenhauses erzählte
uns die Geschichte von einem aidskranken
Mädchen, das zur Zeit im Waisenhaus
lebt. Im
Jahr 2000 war dieses Mädchen das erste
aidskranke Kind in Nordvietnam, das in das
Hope-Waisenhaus gebracht wurde. Die Mutter
ließ sie nach der Geburt allein im
Krankenhaus zurück. Bis
zum Alter von drei Jahren konnte das Mädchen
nicht sprechen, weil niemand sich aufgrund
der Angst vor Ansteckung mit ihr befassen
wollte. Erst nachdem sie in das Waisenhaus
gebracht wurde, lernte sie durch die Zuwendung
der Mitarbeiterinnen dort sprechen.
Vor
dem Jahr 2005 standen dem Waisenhaus keine
Aidsmedikamente zur Verfügung, aus
diesem Grund verstarben alle aidskranken
Kinder, die vor dem Jahr 2005 dort lebten,
nur das Mädchen hat überlebt.
Zur Zeit leben 63 Kinder in dem Waisenhaus.
34 Kinder besuchen die 1. bis 5. Klasse,13
Kinder sind unter einem Jahr alt. Das jüngste
Kind ist einen Monat alt.
Bedauerlicherweise wird es wird den Kindern
nicht erlaubt, eine öffentliche Schule
zu besuchen. Im Waisenhaus kann zur Zeit nur Schulunterricht
für Kinder im Grundschulalter angeboten
werden. Für die Kinder im Mittelstufenalter
gibt es keine Lehrkräfte. Die Leitung des Waisenhauses ist über
diese Situation sehr besorgt.
Obwohl die Kinder im Hope-Waisenhaus
keine Eltern mehr haben, bekommen sie doch
die Liebe aus ihrer Wohngruppe. Die Betreuerinnen
sind für die Kinder wie Mütter
oder Tanten, die anderen Kinder wie Geschwister.
Hoffentlich macht diese Liebe sie stark
und sie können auf eine bessere Zukunft
hoffen.
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